Die Markus-Kirchengemeinde – Eine kurze Chronik

Die Evangelische Markus-Kirchengemeinde ist eine junge Gemeinde.

2002 feierten wir das 40 –jährige Bestehen.

Doch die Ursprünge liegen weit vor dem Gründungsjahr 1962, sie hängen eng mit dem Wachsen einer neuen Industriestadt – Oberhausen – zusammen:

 

Ursprünglich gehörten die evangelischen Christinnen und Christen in dem Gebiet, das heute die Evangelische Markus-Kirchengemeinde bildet, zur Evangelischen Kirchengemeinde in Mülheim. Doch im Jahre 1864 war die Zahl der Evangelischen in der aufstrebenden Industriestadt Oberhausen so groß geworden, dass am 3.3.1864 die Evangelische Gemeinde Oberhausen I gegründet wurde. Doch so schnell wie die Stadt Oberhausen wuchs auch die Evangelische Gemeinde in ihr. Aus allen Teilen Deutschlands, besonders aus den östlichen Gebieten Deutschlands, zogen Menschen ins Ruhrgebiet, um in der rasch aufblühenden Großindustrie Arbeit und Einkommen zu finden. Im Jahre 1892 zählte die Oberhausener Gemeinde schon 10.000 Glieder. Vor Ausbruch des ersten Weltkrieges gehörten schon 22.000 Christinnen und Christen zu ihr. Während dieser Zeit wurde auch eine Pfarrstelle für den östlichen Teil der Gemeinde eingerichtet. Hier wirkte von 1914-1918 Pfarrer Minor, dann von 1919 – 1922 Pfarrer Schomburg und von 1924 – 1928 Pfarrer Ufer. Ganz besonders wurde der Ostbezirk von Pfarrer Aring geprägt, der über 25 Jahre an dieser Stelle tätig war.

 

Lange Zeit diente ein kleiner Saal in der Dieckerstrasse als Mittelpunkt des Gemeindelebens im Ostbezirk. Im Jahre 1928 erhielt der Bezirk dann ein großes Gemeindehaus an der Lohstrasse, das Wichernhaus. Es diente mit seinem großen Saal und zwei Nebenräumen als Versammlungsraum für alle kirchlichen Gruppen. Auch die Gottesdienste des Ostbezirkes wurden im Wichernhaus gefeiert. In der unteren Etage waren der Kindergarten, die Gemeindeschwesternstation und die Küsterwohnung untergebracht.

Der Bau des Wichernhaus wurde u. a. durch Spenden ermöglicht. Zwei Jahre sammelten Menschen des Bezirkes über 12.000 Mark für diesen Zweck.

 

Nach dem 2. Weltkrieg, der die Evangelische Gemeinde Oberhausen I vor eine echte Zerreißprobe stellte, wuchs der Ostbezirk sehr schnell auf ca. 8000 Gemeindeglieder an, sodass er in zwei Pfarrbezirke aufgeteilt wurde.

 

Auch das Gemeindehaus war für diese gewachsene Zahl zu klein geworden. So ging es erneut ans Planen und Bauen. Am 18.9.1960 wurde die Markuskirche an der Dietrich-Bonhoeffer-Strasse mit den angegliederten Gemeinderäumen und einem Pfarrhaus eingeweiht. Im Herbst desselben Jahres eröffnete auch ein neuer Kindergarten gleich neben dem Wichernhaus seine Türen.

 

Dies alles waren schon Vorbereitungen für die Gründung einer selbständigen Gemeinde.

 

Keine zwei Jahre später war es soweit: Zum 1. Januar 1962 wurden die beiden Ostbezirke eigenständige Gemeinde mit dem Namen, der bis heute gültig ist:

Evangelische Markus-Kirchengemeinde Oberhausen.

 

Zur Gründungsurkunde